Erstbefüllung des Pools Schritt für Schritt
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, und es ist Zeit, den Pool zu füllen. Wir erklären Ihnen, wie das geht und wie Sie das Wasser badefertig machen.
1. Berechnen Sie die benötigte Wassermenge
Bevor Sie beginnen, müssen Sie wissen, wie viele Liter oder Kubikmeter (m³) in Ihren Pool passen. Bei einem rechteckigen Pool: Länge × Breite × mittlere Tiefe, in Metern. Jeder m³ entspricht 1.000 Litern. Hat Ihr Pool eine andere Form, nutzen Sie unsere Rechner nach Poolform.
Beim pH-Senker lohnen sich große Kanister, denn er wird am meisten verbraucht. Beim Salz immer eine gute Marke wählen, die sauber ist.
Notieren Sie sich das Volumen in m³: Sie brauchen es, um die Produktmengen in den folgenden Schritten zu berechnen.
2. Wählen Sie, wie Sie den Pool befüllen
Sie haben zwei Möglichkeiten: mit dem Gartenschlauch befüllen, sofern Ihre Gemeinde das erlaubt, oder einen Tankwagen beauftragen.
- Mit dem Gartenschlauch: Das kann mehrere Tage dauern, und die Wasserrechnung schnellt in die Höhe.
- Mit dem Tankwagen: Jeder Tankwagen liefert 12.000 Liter, und der Pool ist an einem Einsatztag gefüllt. Ein Pool mit 48 m³ braucht 4 Tankwagen.
3. Messen Sie das Wasser
Messen Sie bei gefülltem Pool die Wasserwerte, um zu sehen, was korrigiert werden muss. Teststreifen 6 in 1 sind einfach anzuwenden und günstig: Sie messen Gesamtchlor, freies Chlor, pH-Wert, Alkalinität, Härte und Cyanursäure.
4. Stellen Sie die Härte ein
Die Härte gibt an, wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, vor allem Calcium- und Magnesiumsalze. Der ideale Wert liegt zwischen 200 und 400 mg/l (20 bis 40 französische Härtegrade).
- Ist sie zu niedrig: Geben Sie einen Härteerhöher zu, 1 Gramm pro m³ für jedes mg/l, um das Sie erhöhen möchten, verteilt auf mehrere Dosen und gemäß den Herstellerangaben.
- Ist sie zu hoch: Geben Sie einen Härtesenker zu, 1,5 Gramm pro m³ für jedes mg/l, um das Sie senken möchten. Lassen Sie das Wasser etwa 3 Stunden umwälzen, geben Sie flüssiges Flockungsmittel zu (10 ml pro m³), lassen Sie es 3 Tage ruhen und saugen Sie zum Schluss den Boden mit dem Bodensauger ab.
5. Stellen Sie die Alkalinität ein
Die Gesamtalkalinität hängt eng mit dem pH-Wert zusammen: Wenn Sie sie nicht im Griff haben, lässt sich der pH-Wert nur schwer stabil halten. Empfohlen ist ein Wert zwischen 125 und 150 ppm.
- Liegt sie unter 125 ppm: Geben Sie einen Alkalinitätserhöher zu, 1,8 Gramm pro m³ für jedes ppm, um das Sie erhöhen möchten.
- Liegt sie über 150 ppm: Fragen Sie Ihren Poolfachhandel, denn das Senken erfordert eine heiklere Behandlung.
6. Stellen Sie den pH-Wert ein
Der pH-Wert zeigt, ob das Wasser sauer oder basisch ist. Im Pool sollte er idealerweise zwischen 7,2 und 7,6 liegen.
- Zum Erhöhen: pH-Plus, 20 Gramm pro m³ für je 0,1, um das Sie erhöhen möchten.
- Zum Senken: pH-Minus, 20 ml pro m³ für je 0,1, um das Sie senken möchten.
7. Chlor oder Salz
- Chlor: Der Wert sollte zwischen 0,6 und 1,5 mg/l liegen. Geben Sie zu Beginn 15 Gramm Schockchlor pro m³ zu.
- Salzelektrolyse: Geben Sie das Salz direkt in den Pool. Die benötigte Menge entnehmen Sie den Angaben Ihrer Elektrolyseanlage; üblich sind 4 bis 7 kg pro m³.
8. Nehmen Sie die Filteranlage in Betrieb
Öffnen Sie die Ventile von Skimmer, Bodenablauf und Rücklauf zum Pool und lassen Sie die Ventile von Bodensauger und Entleerung geschlossen. Stellen Sie das Filterventil auf Filtern und schalten Sie die Pumpe am Schaltschrank in den Handbetrieb. Wenn alles passt, läuft das Wasser durch die Pumpe und tritt aus den Einlaufdüsen aus.
Wie viele Stunden am Tag die Anlage filtern soll, ermitteln Sie, indem Sie die Wassertemperatur durch 2 teilen. Beispiel bei 24 °C Wassertemperatur: 24 ÷ 2 = 12 Stunden.
9. Viel Spaß beim Baden!
Sind alle Werte im grünen Bereich, ist der Pool badefertig. Messen Sie das Wasser ab jetzt jede Woche und korrigieren Sie die Werte bei Bedarf.
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